Oberlangen: Geschichte und Brauchtum beim Tag der Heimatvereine 2018

14 GRUPPEN VOR ORT   

Oberlangen: Geschichte und Brauchtum beim Tag der Heimatvereine

Von Michael Sterk

Ems-Zeitung 17.09.2018

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Mit dabei waren Heinz Wahoff (von links), Hans Albers, Karl-Heinz Weber, Maria Schulte-Wocken, Karl Överemöhle, Georg Raming-Freesen und Reinhard Winter. Foto: Michael Sterk

Oberlangen. Zeigen, was man macht: Beim Tag der Heimatvereine in Oberlangen haben Ehrenamtliche aus 14 Gruppen aus dem nördlichen Emsland präsentiert, was ihre Arbeit ausmacht und über allerlei Historisches informiert.

 

Die Heimatvereine haben an diesem Tag die Chance, Besuchern ihre Tätigkeiten zu zeigen, erklärte Alois Rüther vom Heimatverein Oberlangen. Die verschiedenen Gruppen präsentierten Handwerk aus vergangenen Tagen, verkauften Bücher und Gebäck und informierten über die Historie des Emslandes. Während des Tages ertönte der Gesang des Männer-Chors aus Lathen-Wahn und auch die Tanzgruppen aus Werlte und Breddenberg sorgten für Unterhaltung.

 Besucher konnten den Vereinen bei ihren unterschiedlichen Tätigkeiten zuschauen. Die Ehrenamtlichen aus Wippingen banden an ihrem Stand Taue mithilfe eines selbst gebauten Geräts, das mit einer Kurbel betrieben wird, wie Vereinsmitglied Heinz Schulte erklärte. Dabei werden vier Seile zu einem einzelnen Tau zusammengebunden. Schmiede aus Sustrum haben gezeigt, wie es sich mit Feuer, Amboss und Hammer schmieden lässt. Auch die Oldtimerfreunde aus Rütenbrock waren vor Ort. Sie haben verschiedene Treckermodelle am Heimathaus präsentiert.

Mitglieder des Lathener Vereins haben selbst gemachtes Gebäck verkauft. Vertreter des Heimatvereins Lathen-Wahn boten Heimatbücher aus unterschiedlichen Regionen des Emslandes an. Das Forum Sögel stellte zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges eine Kollage von Briefen, Bildern und Informationsheften aus.

Im Heimathaus des Golddorfes wurde in einem Film des Oberlangener Vereins gezeigt, wie Flachs zu Leinen verarbeitet wird. Das Heimathaus sei noch immer in demselben Zustand wie bei seiner Erbauung, erklärte der Oberlangener Rüther.

Der Lathener Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber (CDU) dankte den Oberlangenern für die Organisation. „Es ist toll, dass ein kleinerer Ort wie Oberlangen der Veranstaltungsort sein darf“, verkündete Weber. Das Ehrenamt sei in Dörfern wie diesem oft besonders stark vertreten.

„Heimatverbundenheit und die Suche nach Identität sind heute wichtiger denn je“, sagte Hans Albers, Vorsitzender des Heimatvereins Aschendorf-Hümmling. Landrat Reinhard Winter (CDU) zitierte eine afroamerikanische Lebensweisheit: „Wenn du nicht weißt, woher du kommst, wirst du niemals wissen, wohin du gehst“ und betonte, dass der Erhalt alter Bräuche wichtig sei. Auch Jugendliche sollten an die Heimatarbeit herangeführt werden.

Heinz Wahoff, Vorsitzender des Heimatvereins Oberlangen, bedankte sich bei allen teilnehmenden Vereinen und den Gästen. Der Tag der Heimatvereine fand dieses Jahr zum siebten Mal statt und werde im Zwei-Jahre-Rhythmus abgehalten, erklärte er. Nach Oberlangen wurden Vereine aus dem nördlichen Emsland eingeladen. Parallel fand in Gersten ein Tag der Heimatvereine für die Gruppen im südlichen Emsland statt.