Jedes Jahr findet im Heimathaus Oberlangen das traditionelle Schweinessen statt.

Bevor man das Essen genießen kann, muss viel Arbeit geleistet werden. Am Donnerstag wird alles für das Schlachten auf der Diele des Heimathauses vorbereitet.

Von erfahrenen Schlachtern wird das Schwein auf traditionelle Art geschlachtet und an die Leiter gehängt. Ein anerkannter Fleischbeschauer untersucht das Fleisch auf etwaige Krankheiten. Alles ist einwandfrei.

Am Abend wird getestet, ob das Schwein auch schmeckt und am Samstag serviert werden kann. Einige schöne Stücke werden herausgeschnitten und von den Frauen in der Küche als sogenannter „Schnurrebraten“ zubereitet. Natürlich schmeckt es allen Helferinnen und Helfern wunderbar und die Töpfe sind leer.

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Am Freitag wird das Schwein zerlegt. Das Fett wird durch einen Fleischwolf gedreht und anschließend durch langes Braten zu Schmalz und „Grieben“ verarbeitet. Die Schinken werden gesalzen und zum Trocknen vorbereitet. Ist er nach einigen Monaten gereift, wird er den Gästen des Heimathauses mit sebstgebackenem Brot serviert. Aus den Fleischresten machen die Schlachter eine schmackhafte Sülze und Mettwürste, die im „Wiem“ zum Trocknen aufgehängt werden.

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Die Bratenstücke werden gewürzt und in große Pfannen gelegt um über Nacht durchzuziehen. Am nächsten Morgen soll das Fleisch im Backhaus gebraten werden. Der alte Steinofen, in dem sonst das Brot gebacken wird, muss am Samstagmorgen schon in aller Frühe angeheizt werden, damit die nötige Temperatur für das Backen erreicht wird. Diese Aufgabe übernehmen die „Bäcker“ des Heimatvereins. Um die Mittagszeit werden die großen Pfannen mit dem Fleisch in den Backofen geschoben und von den Bäckern nicht mehr aus den Augen gelassen.

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Auch in der Küche beginnt am Samstag schon zeitig die Arbeit für die Frauen. Kartoffeln für etwa 70 Leute müssen geschält und Rotkohl, Sauerkraut und Bohnen zubereitet werden. Die Tische werden feierlich gedeckt und dekoriert und Getränke kaltgestellt.

Während das Fleisch im Steinofen vor sich hinbruzzelt, wird in der Küche auch noch für den Nachtisch gesorgt. Es gibt einen Vanillepudding mit Eischnee, dazu selbstgemachten Johannisbeersaft.

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Alles ist super organisiert und alle Helfer sind gut gelaunt und freuen sich schon auf die Gäste, die bereits langsam eintreffen um sich die besten Plätze am offenen Feuer auszusuchen.

In der Küche werden Kartoffeln gestampft. Soße wird angewürzt und das Fleisch aus dem Backofen geholt.

 Und dann ist es gleich soweit. Die Schlachter zerschneiden den Braten in großzügige Stücke. Alle zubereiteten Leckerbissen werden auf Tische in einem kleinen Zelt auf der Diele gestellt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins wird das Buffet mit einem Jagdhornsignal eröffnet.

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Die Helferinnen und Helfer füllen die Teller der Gäste. Es schmeckt allen wunderbar. Der Vorsitzende bedankt sich bei allen fleißigen Helferinnen und Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht stattfinden könnte. Mit kühlen Getränken klingt der Abend aus.

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 Später, wenn die Tische leergeräumt sind, der Abwasch erledigt ist und man das Lob der Gäste noch in den Ohren hat, weiß man, dass es wieder ein gelungener Abend beim Heimatverein Oberlangen war.