Neues "Püttendach"

Die Arbeitsgruppe "Heimathaus/Heimathof" haben ein neues Dach für die sogenannte "Pütte" / Ziehbrunnen gefertigt und wurde gestern mit allen Mitarbeitern aufgesetzt.

Ziehbrunnen sind als urtümliche Schächte, die im Erdreich durch Holzkonstruktionen (Holzkastenbrunnen) stabilisiert wurden. Solche Schöpfeinrichtungen dienen zur Erleichterung der Wasserbeschaffung, insbesondere beim Tränken von Viehherden. Bekanntes Beispiel sind die Brunnen der Puszta, die es so im gesamten Steppengürtel Eurasiens und anderswo gibt. Neben dem Einsatz der Hebelwirkung über den Schwingbaum, an dem Gegengewichte die Arbeit erleichtern, sind Räder, Seile und Zugtiere (Büffel, Esel, Kamele) im Einsatz. Dagegen sind die in Mitteleuropa gebräuchlichen Ziehvorrichtungen weniger effektiv: Dabei wurde ein Zugseil auf einem verhältnismäßig kleinen Rundholz aufgewickelt oder über eine Umlenkrolle gezogen, die an einem zweischläfrigen Galgen aufgehängt war („Galgenbrunnen“).  

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Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 22.09.2026 um 17:21 von:
Heinz Gebben
https://www.heimatverein-oberlangen.de